Die bevorstehende Sonnenfinsternis hat zu einem Anstieg teurer Bootsangebote geführt, wobei viele möglicherweise nicht den balearischen Gesetzen entsprechen. Urlauber sollten genau prüfen, worauf sie achten müssen und welche Maßnahmen Behörden und Plattformen ergreifen sollten, um bestehende Lücken zu schließen.
Es geht um illegale Luxus-Bootstouren vor Mallorca im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis und darum, wie eine sichere Buchung, die Gesetzeslage und die Kontrollen zusammenhängen. Schlagzeilen über vermeintliche Luxus-Touren auf dem Meer, mitunter Inserate mit vier- oder fünfstelligen Beträgen pro Person, sind derzeit auf vielen Buchungsseiten zu finden.
Doch Vorsicht: Nicht alles, was glänzt, ist auch legal. Die zentrale Frage ist: Wie kann ein Urlauber erkennen, ob ein Bootsangebot im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis rechtskonform ist oder ein riskantes, möglicherweise sogar illegal organisiertes Paket darstellt?
Die Rechtslage auf den Balearen unterteilt die Angebote klar in Kategorien. Charterverträge gelten in der Regel für das gesamte Boot. Tickets für einzelne Passagiere dürfen nur bestimmte Schiffstypen ausstellen, beispielsweise Ausflugsboote oder Fähren, die in der entsprechenden Kategorie geführt werden. Darüber hinaus verlangt das balearische Dekret unter anderem eine registrierte Einstiegsstelle, eine offizielle Chartererklärung und eine sichtbare Registrierungsnummer in jeder Online-Anzeige.
Jüngste Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs der Balearen spielen ebenfalls eine Rolle: Bestimmte Einsprüche gegen das Landesrecht wurden abgewiesen, sodass die lokalen Vorschriften weiterhin gelten, obwohl es parallel dazu nationale Rechtsstreitigkeiten gibt. Eine kritische Analyse zeigt, dass der Markt zwei Probleme aufweist, die zusammen brandgefährlich sind. Erstens agieren viele Vermittlungsplattformen als reine Zwischenhändler, ohne zu überprüfen, ob der Bootsbetreiber die erforderlichen Dokumente besitzt.
Zweitens werden zunehmend Privatboote angeboten, seit staatliche Regelungen es Besitzern erlauben, ihr Boot zeitweise zu vermieten – ein Zustand, der mit dem balearischen Verbot kollidiert und Unsicherheit schafft. In der Praxis bedeutet dies: Ein Tourist kann ein teures Paket buchen und am entscheidenden Tag ohne gültige Einstiegsstelle, ohne Abfertigung und ohne Haftpflichtversicherung dastehen – oder schlimmer noch, in eine gefährlichere Ausflugsorganisation auf See geraten.
Quelle: Agenturen





